Der letzte Kampf für die Freiheit Irans

@گاردنوجوانان

Seit Wochen halten sich im Iran die Proteste gegen den geistlichen Führer Khamenei und seine zerstörerische Politik. Ein großer Teil der Demonstranten ruft dabei immer lauter nach Oppositionsführer Prinz Reza Pahlavi und seinem Vater, dem Schah. Zunächst waren die Proteste begrenzt auf die Städte Aligudarz und Maschahd.

Die Forderungen der Demonstranten

Ende Dezember 2025 zündeten die wirtschaftlichen Missstände sowie die Angst vor einem Krieg mit Israel das Revolutionsfeuer, das seit dem Mahsa-Aufstand nie richtig erlöscht ist. Die Proteste haben inzwischen 80 weitere kleine und große Städte Irans sowie die Hauptstadt Teheran erreicht. Im Vergleich zu früheren Aufstände kann diesmal klar beobachtet werden, was sich viele  der Demonstranten wünschen: Ein endgültiges Ende der islamischen Republik und die Rückkehr von Prinz Reza Pahlavi. Beide Wünsche äußern sich in ihren Parolen: „Wir wollen keine islamische Republik! Wir wollen sie nicht!“ und „Das ist der letzte Kampf, Pahlavi kommt zurück.“

Eine Mehrheit der Demonstranten lehnt eine Reform ab und fordert eine Übergangsregierung unter Prinz Reza Pahlavi, wie in diesem Artikel bereits beleuchtet. Reza Pahlavi hat bereits mit einer Expertengruppe genaue Pläne für die Zeit unmittelbar nach dem Sturz des Regimes erarbeitet.

In seinem letzten Video rief er die Bevölkerung Teherans auf, zeitgleich auf die Straßen zu gehen. Denn wenn Millionen Menschen gleichzeitig die Straßen der Hauptstadt besetzen würden, würden die Regimemänner es nicht schaffen, sie zu besiegen. 

Es wäre wichtig, dass internationale Menschenrechtsorganisationen die Iranerinnen und Iraner bei ihren Protesten für ein menschenwürdiges Leben und der Freiheit Irans unterstützen. Während der bisherigen 9 Protesttage gab es mindestens 20 Tote. Darunter auch Kinder. Das Regime hat auch während der Mahsa-Revolution Minderjährige getötet. Landesweit wurden bisher über 900 Demonstranten festgenommen. Die Mehrheit sind aus der jungen Generation.




Die Ermordung von Omid Sarlak

Die Proteste begannen Anfang November 2025 in Aligudarz, nachdem das Regime Omid Sarlak, einen jungen Studenten in der Pilotenausbildung, ermordete. In einer Instagram-Story veröffentlichte Sarlak zuvor ein Video, in dem er Khameneis Bild anzündete. Hinterlegt ist das Video mit der Stimme von Schah Mohhamad Reza Pahlavi:



In einer anderen Story mit dem Hashtag „Tod für Khamenei“ rief Omid Sarlak die jungen Menschen auf, gegen die Unterdrückung aufzustehen: „Wie lange willst du gedemütigt werden, wie lange willst du arm sein, wie lange willst du ausgenutzt werden? Jetzt ist es an der Zeit, sich zu zeigen, Du junger Mann. Jetzt ist es an der Zeit, Mut zu zeigen.“ Zum Schluss schreibt er: „Zeigt Euch, Ihr Mutigen! Hat nicht jede Stadt ein paar junge furchtlose Männer? Ich wäre der Erste, der aufsteht.“

Shahram Sadidi, ein Dichter und politischer Aktivist aus Sabzevar, veröffentlichte auf dem sozialen Netzwerk X Bilder von Omid Sarlak und schrieb: „Er hinterließ diese Storys und ging auf die Straße!“ Ein paar Stunden später wurde Omid Sarlak tot in seinem Auto gefunden, mit einer Waffe auf seinem Schoß. Die Leiche wurde der Familie nicht übergeben und sie wurden unter Druck gesetzt um auszusagen, dass es sich um Selbstmord gehandelt habe:

Wir sind alle Omid Sarlak

Das Regime behauptet, dass Omid Sarlak sich selbst umgebracht habe. Aber nach Recherchen von unabhängigen Experten und Aussagen von Augenzeugen ist inzwischen bekannt, dass er getötet worden ist. Es gab Blutflecken auf dem Boden außerhalb des Autos. Hinzu kommt, dass er Sport trieb und nicht unter Depression litt. Er war Rechtshänder und hätte sich nicht mit dieser besonderen Pistole, die einen heftigem Rückschoß verursacht, in die linke Seite des Schädels schießen können.
Seine Ermordung entfachte eine Protestwelle der Oppositionellen, die sich ein Ende des Regimes wünschen und keine Reform. Da Sarlak ein Sympathisant der Opposition um Prinz Reza Pahlavi war, löste sein Tod besonders bei dieser Gruppe Proteste aus. Als Reaktion zündeten viele von ihnen Bilder von Khamenei an und riefen: „Wir sind alle Omid Sarlak. Tod für Khamenei“






Prinz Reza Pahlavi schrieb auf X: „Patrioten, ewige Wächter des Irans, es ist die Zeit, sich weiter zu organisieren und auf den letzten Kampf vorzubereiten.“ Er wandte sich an die Familie und die Freunde von Omid Sarlak und schrieb: „Seien Sie stark und setzen Sie diesen Kampf fort. Der Tag der Gerechtigkeit ist nahe. Auf diesem Weg bin ich bei Ihnen.“ (https://www.instagram.com/p/DQmj2gJjQEZ/?hl=de)

Proteste in Maschad

Das zweite Opfer, das kurz vor den jetzigen landesweiten Protesten ähnlich wie Omid Sarlak sehr wahrscheinlich vom Geheimdienst des Regimes ermordet wurde, ist der Anwalt und politische Gefangene Khosro Alikordi. Er vertrat als Anwalt unter anderem Mandanten wie Abolfazl Adine Zade, den 17jährigen jungen Mann, der im Zuge der Mahsa-Revolution ermordet wurde, oder Oppositionelle, die wegen ihrer Befürwortung von Prinz Reza Pahlavi in politischer Gefangenschaft sind, wie beispielsweise Fatemehe Sepehri. Khosro Alikordi wurde am 6 Dezember 2025 leblos in seiner Kanzlei gefunden. Das Regime behauptet, er habe einen Herzinfarkt erlitten. Seine Familie aber sagt, dass er keine Herzerkrankungen hatte. Die Blutungen aus Mund und Nase sowie die Kopfverletzungen, die an seiner Leiche festgestellt wurden, sehen seine Familie als Indizien für äußerliche Gewalt und einem unnatürlichen Tot. Hinzu kommt, dass alle Bilder der Überwachungskameras der Anwaltskanzlei vom Geheimdienst konfisziert wurden. Auch in diesem Fall wurde die Familie durch das Regime unter Druck gesetzt und mit dem Tod bedroht.

Die trauernden Menschen in der religiösen Stadt Maschahd riefen bei der Beerdigung von Khosro Alikordi Parolen gegen das Regime und für Pahlavi. Dabei erschien auch Narges Mohamadi, die Friedensnobelpreisträgerin. Sie stand auf einem Auto und versuchte zu reden. Zuerst hörte ihr das Trauerpublikum nicht richtig zu. Sie rief den Namen von Madjid Reza Rahnavard, einem weiteren Opfer des Regimes, der ähnlich wie Alikordi aus Maschahd stammte. Die Menschen riefen daraufhin „Lang lebe Schah“ und den Namen von Majid Reza Rahnavard. Er war ein überzeugter Schah und Pahlavi-Anhänger. Narges Mohamadi gehört im Gegensatz dazu eher zu den Reformisten. Es kann sein, dass Mohamadi durch die Nennung von Rahnavards allen Opfer des Regimes unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu Oppositionsgruppen gedenken wollte. 



Majidreza Rahnavard war ein 23jähriger Sportler, der während der Mahsa-Revolution am 12.12.2022 in Maschahd wegen „Kriegsführung gegen Gott“ öffentlich erhängt wurde.
Es gibt Bilder, die das Tattoo auf seinem linken Arm zeigen: Die verbotene alte iranische Flagge mit Löwe und Sonne. Dieser Arm wurde ihm vor der Hinrichtung gebrochen. 


Vor seiner Hinrichtung sagte er, er möchte, dass die Menschen nach seinem Tod keine traurigen Verse aus dem Koran hören, sondern frohe Musik. Majidreza Rahnavard wurde zum Symbol des Widerstands, der Rückkehr Pahlavis und der Liebe zu Iran. Nach seiner Erhängung hat das Regime die Fassade seines Hauses mit roten Parolen beschmiert. (https://www.instagram.com/p/CmGe0DLoPks/)

Verzerrte Berichterstattung

Diese Hintergründe wurden in deutschsprachigen Medien kaum beleuchtet. Zwar wurde über die Versammlung der Menschen in Maschahd berichtet, diese jedoch lediglich mit der Anwesenheit von Narges Mohamadi in Verbindung gebracht. Darüber, dass die Trauerfeier von Anwalt Khosro Alikordi mit Parolen für Pahlavi und Rahnavard endete, wurde kaum ein Wort geschrieben oder gesagt. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-sorge-friedensnobelpreistraegerin-mohammadi-100.html

Und dabei waren die Parolen in Maschahd ungewöhnlich deutlich für Pahlavi. Sogar in den Moscheen dieser religiösen Stadt wurde zum ersten Mal seit 47 Jahr laut „Lang lebe der Schah“ gerufen:




Auch in den aktuellen Nachrichten wird lediglich über die wirtschaftlichen Missstände oder Menschenrechtsverletzungen berichtet. Aber darüber, dass sich eine große Mehrheit im Iran ein Ende des Regimes wünscht und für Pahlavi protestiert, wird nach wie vor ausgelassen. Dabei sind diese Informationen sehr folgenreich für die internationalen politischen Entscheidungen. Denn die islamische Republik ist nicht reformierbar und Reza Pahlavi wäre eine klare und realistische Alternative, nicht zuletzt da er große Zustimmung aus der Bevölkerung erhällt. 

Diese einseitige Art der Berichterstattung außerhalb Irans, die nur zu Gunsten der Reformisten stattfindet, gefällt dem Regime im Teheran. Sie ermöglicht es den Mullahs weiterhin die Aktivisten und Anhänger aus der Opposition um Pahlavi zu töten, und somit die Hoffnung auf ein Sturz des Regimes zu zerstören, während die meisten Medien wegschauen.

Mullah-Regime ist im Vergleich zur Schahregierung nicht reformierbar

Die meisten Menschen in Deutschland und anderen Ländern außerhalb Irans reagieren erstaunt und ablehnend, wenn sie von Reza Pahlavi hören und seiner großen Rolle innerhalb der Opposition im Iran. Viele wissen wegen der verzerrten Berichterstattung nicht mal, wer er ist, was er vorhat oder welch großes Vertrauen er unter den Iranern genießt. Oftmals führen gewisse Vorurteile, die noch auf die Fehlinformationen der Revolutionäre aus den 70ern zurückgehen, zu einer vorschnellen Verurteilung. Bei näherer Betrachtung wird jedoch klar, dass Prinz Reza Pahlavi eine realistische Perspektive bietet, das Land zu einigen und eine Übergangsregierung zu schaffen. Die meisten aber halten den Schah für einen Diktator und denken, sein Sohn wolle sicher auch wieder eine absolutistische Monarchie einführen. Beides stimmt nicht.

Der Schah hat das Land wirtschaftlich und sozial gestärkt. Die Pahlavi-Dynastie war eine Zeit der Modernität, des Wohlstands, der Frauenrechte und des wirtschaftlichen Fortschrittes. Seine Regierung war nicht perfekt. Es stimmt natürlich, dass es Menschenrechtsverletzungen durch den Geheimdienst oder ein prunkvolles Leben der Shahfamilie gegeben hat. Zugleich gab es auch viel Propaganda, übertriebene Berichterstattung, falsche Zahlen und Fehlinformation von westlichen Medien, Erdölkonzernen und linksextremen sowie islamistischen Revolutionären, wie Khomeini. Dies verhinderte eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Problemen, denn die Schahregierung wäre reformierbar gewesen und es bestand die Bereitschaft dazu. 

Ganz anders steht es heute: Die Mullahs haben das ganze Land heruntergewirtschaftet und abertausende Menschen auf dem Gewissen. Das Mullahregime investiert alle Ressourcen des Landes in den Bau der Atombombe oder Raketen, um Israel zu vernichten. Reformversprechen wurden nicht erfüllt und dienten nur der Lebensverlängerung des Regimes. Seit 25 Jahren behaupten die Reformisten, das Regime zu verbessern, dabei wird das Land und all seine Ressourcen mehr und mehr zerstört und ausgebeutet, während die Menschenrechtsverletzungen und die Unterstützung des Terrors alle Grenzen überschritten haben. Deswegen ist dieses Regime nicht zu retten und muss gestützt werden. 

Schah Mohammad Reza Pahlavi ist u.a. auch deswegen unter den jüngeren Generationen beliebt, weil sie durch das Internet Zugang zu unverfälschten Dokumenten, Bildern und Videos aus der Zeit vor der Revolution haben. Sie sehen, wie ein kleiner einflussreicher Teil der Revolutionäre von damals bis heute weltweit eine Hetzkampagne gegen den Schah und gegen die Pahlavi-Dynastie führt. Die jüngere Generation wünscht sich eine Rückkehr zu der Modernität, den Werten und der friedlichen Heimatliebe der Shahzeit. Pahlavi stand für ein respektvolles Miteinander der Weltgemeinschaft. Die Beziehung zwischen Iran und Israel war ebenfalls freundlich. Ein Rechtsruck im Sinne von Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, Rassismus und religiöser Diskriminierung herrscht erst seit der islamischen Revolution. Von daher ist es nicht korrekt, eine Rückkehr von Pahlavi mit einem Nationalismus im negativen Sinne bzw. mit einem Rechtsruck gleichzusetzen. (https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/manche-iraner-rufen-wieder-nach-dem-schah-accg-110803092.html)

Wenn die Iraner rufen: „Weder Gaza, noch Libanon, ich opfere mich für Iran.“ wollen sie sagen, dass sie es satt haben, dass seit 47 Jahren praktisch alle iranischen Gelder für Terrorismus und radikale Gruppen investiert werden, anstatt zum Aufbau der Infrastruktur ihrer eigenen Heimat.

Sie wollen weder die Atombombe, noch haben sie Interesse an der Zerstörung eines anderen Landes wie Israel. Im Gegenteil wollen sie in Frieden und Gemeinschaft mit ihren Nachbarn leben. Sie wollen endlich ihre Heimat, Iran, retten und ein würdevolles Leben dort führen, ohne Asyl suchen zu müssen und auf der ganzen Welt herumzuirren. Und zur Schahzeit war eben dies möglich, sie ist ein Beweis für eine stabile, friedliche Zeit.